Knöllchen-Horst
Sonntag, 22. April 2007 | Autor: Lars
Als Recht schaffender Bürger Deutschlands muss man hier ja mithelfen. Also, wer was weiss, kann sich ja melden.
Wenn ich wüsste wer der Täter war, würde ich nicht mal bei einer Belohnung in 6stelliger Höhe dieser Person mitteilen wer denn der Täter war. Wer aus lauter Langeweile kein anderes Hobby hat als den ganzen Tag andere Leute anzuscheißen, der hat es meiner Meinung nach auch nicht besser verdient.
Wer nicht weiß wer Knöllchen-Horst ist, für den habe ich einen kurzen Artikel bei zeit.de gefunden.
Der Pedant von Osterode
Seit zwei Jahren spielt im niedersächsischen Osterode ein Frührentner den Ordnungshüter. Kein Falschparker ist vor ihm sicher, kein falsch gesetzter Blinker entgeht ihm. Am Montag musste sich der Verkehrsmissionar selbst vor Gericht verantworten – zur Freude seiner vermeintlichen Opfer. Von Gunnar VogtHorst-Werner Nilges könnte auch Fahrlehrer sein. Der 52 Jahre alte Frührentner kennt sich bestens aus im Straßenverkehr, keine Ordnungswidrigkeit entgeht ihm. Anders als der Polizei, so glaubt er, und das gehe ja nicht. Der ehemalige Maschinenbautechniker und Ehemann einer Hauptkommissarin springt dort ein, wo die Schutzmänner in Uniform seiner Meinung nach schludern. Ausgerüstet mit Stift und Notizblock zieht er – Tag aus, Tag ein - durch die Stadt und schreibt fleißig mit, wer wie lange im Halteverbot steht oder welches Verkehrsschild missachtet wurde. Seit zwei Jahren hat er dieses Hobby. Es hat ihn berühmt gemacht in Osterode am Harz, schließlich landeten viele der knapp 25.000 Einwohner schon einmal auf dem Zettel von „Knöllchen-Horst“, der alles zur Anzeige brachte, was in seinen Augen als Delikt durchgehen könnte – durchschnittlich 15 Anzeigen pro Tag, geschätzte 10.000 seit seinem „Amtsantritt“.
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Eine Begründung für seine Mission lieferte Nilges einst im Lokalradio, wonach er die Menschen zu mehr Gesetzestreue bringen wolle. Sein Misstrauen ging so weit, dass er beim Land eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Stadt Osterode und die Polizei einreichte, bestätigte Bürgermeister Klaus Becker, der Nilges als „Pedanten und Ärgernis für die Stadt“ bezeichnet. Vor der Verhandlung gab sich der Angeklagte jedoch äußerst wortkarg. Nur einem hartnäckigen Journalisten drohte er mit den Worten: „Sie können richtig Ärger bekommen“, als hätte dieser gerade unangeschnallt eine durchgezogene Linie überfahren.
Dazu noch folgenden Videobeitrag von Sat1 17:30 live vom 19.12.2006. Video
Und jetzt mal ehrlich. Würde jetzt noch jemand “sachdienliche Hinweise” abgeben? Ich jedenfalls nicht.
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